UNIVERSITÄT, ich komme!


Wer eine umfassende akademische Bildung wünscht, ist an einer Universität an der richtigen Stelle. Allerdings gilt: Universitätsstudium ist nicht gleich Universitätsstudium. Das gilt nicht nur für die unterschiedliche Praxis- und Berufsnähe einzelner Studien, sondern auch für den Studientypus (Bakkalaureat, Diplom- und Doktoratsstudium).

Der Hintergrund dafür: Der europäische „Bologna-Prozess" zielt auf eine Vereinheitlichung von Studienstrukturen ab, damit es für die Studierenden einfacher ist, auch im Ausland zu studieren. Diese dreigliedrige Studienstruktur bringt auch in Österreich die Abschlüsse Bachelor, Master und PhD. Wissen muss man allerdings, dass Bachelor-AbsolventInnen manchmal Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt haben. Die Bachelor-Ausbildung gilt schließlich auch in der Verwaltung noch nicht als vollwertiger akademischer Abschluss. Für die Unternehmen trifft das ebenfalls zu - viele reden sich darauf aus, dass auch der öffentliche Dienst den Bachelor noch gar nicht richtig bewertet. ExpertInnen erwarten, dass sich der Bachelor-Abschluss am Arbeitsmarkt aber - wie der Magister in den 1980er Jahren - durchsetzen wird.


Bachelor-, Master- und Diplomstudien an öffentlichen Universitäten gibt es in den Bereichen:

• Geistes- und Kulturwissenschaften
• Ingenieurwissenschaften
• Kunst
• Lehrämter
• Medizin
• Naturwissenschaften
• Rechtswissenschaften
• Sozial- und Wirtschaftswissenschaften
• Theologie

Wichtig: Für einige Studien (z. B. Betriebswirtschaft, Biologie, Humanmedizin, Psychologie, Pharmazie, Veterinärmedizin, Zahnmedizin, Publizistik) ist die Zahl der Studienplätze mit Wahrscheinlichkeit beschränkt. Erkundigen Sie sich an den jeweiligen Unis, wie die Studienplätze vergeben werden.


Absolut entscheidend ist die Wahl des richtigen Studiums. Folgende Fragen sollten Sie für sich unbedingt beantworten können:

• Sind Sie für das gewählte Studium wirklich geeignet? Bringen Sie das notwendige Engagement mit?

• Was genau sind die Studieninhalte? Welche Inhalte sind ergänzend dazu sinnvoll?

• Was tun Sie, wenn das gewählte Studium Ihren Erwartungen nicht entspricht? Oder wenn Sie die Zugangsvoraussetzungen nicht erfüllen? Wie lautet Ihr „Plan B"?

• An welcher Uni studiert man das gewählte Fach am Besten? Wo Sie etwas studieren können, verrät Ihnen auf einen Klick das Wissenschaftsministerium (www.bmwf.gv.at).

Detail-Informationen finden Sie unter: www.studienwahl.at­


Vorteile: akademische Ausbildung auf hohem Niveau, unterschiedliche Dauer durch Bachelor-, Masterstudium und Doktorat möglich, viel Freiraum und Eigenverantwortung.

Nachteile: praxisfern, wechselnde Job-aussichten, Zugangsbeschränkungen für einzelne Studien (aktuelle Information unter www.bmwf.gv.at).


UNI-TAUGLICH – BIN ICH DAS wirklich?

Wenn Sie die nachfolgenden Fragen nicht klar bejahen können, ist ein Uni-Studium vielleicht doch nicht das richtige für Sie.

• Habe ich Spaß am Denken?
• Kann ich mir Ziele auch ohne direkten Praxisbezug vorstellen?
• Bin ich offen für neue Wege?
• Bin ich ausdauernd genug, um mich mit komplexen Dingen
  zu beschäftigen?
• Lerne ich gut und gerne?
• Interessieren mich Zusammenhänge?